Hyperschallwindkanal H2K (H2K)

Anlagenbeschreibung

Der Hyperschallwindkanal H2K wird für aerodynamische und aerothermodynamische Untersuchungen an Raumfahrzeugen und Flugkörpern im Machzahlbereich von 4.8 bis 11.2 eingesetzt. Die 30 Sekunden Meßzeit erlaubt aerothermodynamische Untersuchungen bis 1100 K und die Wechselwirkung der heißen Düsenströmung (bis 900 K) mit der Außenströmung von Trägersystemen zu untersuchen. Die Kombination des H2K mit der Nachbaranlage TMK ermöglicht, ein Modell im Machzahlbereich von 0.5 bis 11.2 zu testen. Untersuchungen der Strömungs-Struktur-Wechselwirkung an Komponenten von Hyperschallkonfigurationen gehören zu den Kernaufgaben de H2K.
Die wesentlichen technischen Daten des H2K sind:
Machzahl 4,8 5,3 6,0 7,0 8,7 und 11,2
Reynoldszahl max. 20 . 106 m-1
Düsenaustrittsdurchmesser 60 cm (36 cm bei Mach 4,8)
Ruhedruck 2,5 bis 50 bar
Ruhetemperatur max. 800°C
Luftmassenstrom max. 20 kg/s
Elektrische Energie max. 5 MW (8 Erhitzer)
Maximale Blasdauer ca. 30 s
Produktivität bis 10 Tests pro Tag
Anstellwinkel -30° bis +10°
Schiebewinkel -10° bis +10°

Anwendung

Folgende Messtechniken stehen permanent zur Verfügung:
- Schatten- bzw. Schlierenoptik
- Ölbild-Visualisierungen
- 6-Komponenten-Kraftmessungen
- Messung von Oberflächen- und Pitot-Drücken
- Wärmeübergangsbestimmung mittels Infrarot-Thermographie
- Hochgeschwindigkeitsschlieren

Literatur / Referenzen

  • http://www.as.go.dlr.de/SMinfo/WTKinfo/windkanaele/h2k/h2k_seite_d.html

Institut / Einrichtung

DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik

Kontakt

Dr.-Ing. Ali Gülhan
DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik

Jochen Krampe
Technologiemarketing

Dr. Frank Holtmann
Technologiemarketing